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Die Genossenschaft setzt das Konzept „Bergsolawi Calancatal” um.

Basis ist die Kooperation mit dem Betrieb Agri Miadi von Sarah Hell und Curdin Barandun in Braggio. Weitere Kooperationen können eingebunden werden.

Der Betrieb

Agri Miadi ist ein Bergbetrieb im Besitz der Familie. Die bewirtschaftete Fläche beträgt aktuell 12 ha. Es werden 30 Ziegen und 20 Schafe gehalten. Die Ziegen sind im Sommer aktuell auf der Alp.

Für das Projekt kann der Tierbestand im Bezug auf skaliert erhöht werden. Die bauliche Infrastruktur würde bei maximaler Ausnützung Raum für ca. 50 Ziegen und 20 Schafe bieten.

Die hofeigene Käserei ist aus verschiedenen Gründen für eine grössere Käseproduktion nicht geeignet. Auch bietet die aktuelle Form der Ziegenhaltung vorwiegend Fleischerträge. Um dem Anspruch der Genossenschaft neben Fleisch auch Milchprodukte beziehen zu können, sollen diese Prozesse gemeinsam mit dem Betrieb und in Einbindung von Kooperationen (Käserei im Dorf, Kräuter- und Teeproduktion im Dorf, mögliche Kooperation mit dem Alpbetrieb etc.) besprochen und den gemeinsamen Zielen des Betriebs und der Genossenschaft angepasst werden.

Pilotphase und Wachstum

Die Kooperation soll im Jahr 2026 als Pilot mit 10 Genossenschaftern eine gute Grundlage für die weiteren Jahre legen. Wir starten 2026 mittels der Rechtsform eines Vereins und transferieren diesen voraussichtlich 2027 in eine Genossenschaft, um die Pilotphase zu vereinfachen. Für das Jahr 2027 und weiter soll die Genossenschaft auf 20 bis 40 Mitglieder wachsen; dies hängt von den betrieblichen Umständen und Möglichkeiten des Betriebs ab.

Es sollen gemischte Jahresabos bezogen werden können. Für 2026 ist ein kleines Abo von CHF 400.– und ein grosses Abo von CHF 800.– vorgesehen.

Kapital und Investitionen

Die Vereinsmitglieder und Genossenschafter beteiligen sich mit einer Einlage von CHF 1’000.–. Das Genossenschaftskapital kann für Investitionen in den Betrieb (Tiere, Infrastruktur etc.) genutzt werden. Der Betrieb und die Genossenschaft vereinbaren die Ziele, den Nutzen und die Wirtschaftlichkeit dieser Investitionen.

Transparenz und Partnerschaft

Der Betrieb und die Genossenschaft bauen auf eine langjährige Partnerschaft. Transparenz und Vertrauen sind eine unerlässliche Basis. Der Betrieb hat Einsicht in die Finanzen der Genossenschaft, die Genossenschaft in die Betriebsbuchhaltung, die die Basis für die Direktzahlungen darstellt.

Mitarbeit

Die Genossenschafter arbeiten aktiv im Betrieb mit. Für 2026/2027 sehen der Betrieb und die Genossenschaft 7 Arbeitstage (exkl. An- und Abreise) alle zwei Jahre vor. Die Arbeit muss dem Betrieb einen Mehrwert bieten und sinnvoll in die Betriebsprozesse eingebunden werden können; dem Laienstatus der Genossenschafter ist Rechnung zu tragen. Der Betrieb und die Genossenschaft vereinbaren eine ausgewogene Lösung der Kosten für Kost und Logis.

Kooperationsvereinbarung

Die Kooperationsvereinbarung beinhaltet eine kurzfristige und eine langfristige Komponente.

Kurzfristige Komponente: Die Definition und die Preise für den Warenkorb für das kommende Jahr.

Langfristige Komponente: Die gemeinsam definierten Ziele der Kooperation in der Perspektive von drei und fünf Jahren.

Der Verein wird im ersten Quartal 2026 gegründet.